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Eine Ebene höher
Experiment mit unwägbarem Ausgang
Die Menschheit hat in den vergangenen 200 Jahren den Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre in einer bis dato nicht gekannten Geschwindigkeit erhöht. Auch die Ozeane bekommen das zu spüren, denn sie nehmen große Mengen des atmosphärischen Treibhausgases auf. Der Effekt: Das Meerwasser wird im Eiltempo saurer. Weltweit untersuchen Wissenschaftler, was das für die Lebenswelt in den... Mehr…

Süßwassertransport im Südpolarmeer
Die Ozeanzirkulation gehört zu den umfassendsten Phänomenen im Erdsystem. Wie ein Förderband verbinden Meeresströmungen alle Ozeanbecken und sorgen für den Austausch zwischen den Weltmeeren und zwischen den Ozeanstockwerken. Forscher der ETH Zürich haben jetzt einen bislang übersehenen Faktor entdeckt, der im Südpolarmeer für einen großräumigen Austausch von Süßwasser... Mehr…

Wirbelstürme ziehen ostwärts
In den Präriestaaten der USA sind Wirbelstürme regelmäßige Erscheinungen. Vornehmlich im Frühling, aber auch in Sommer und Herbst ziehen Tornados durch einen Korridor, der sich von Texas bis nach Kanada zieht. Eine statistische Analyse von US-Forschern, die jetzt im „Journal of Applied Meteorology and Climatology“ erschien, zeigt allerdings, dass sich das Hauptsturmgebiet... Mehr…

Zu jung für den Landgang
Der Landgang der Wirbeltiere im Devon ist eines der einschneidenden Ereignisse in der Geschichte des Lebens auf der Erde. Vor 395 bis 360 Millionen Jahren tauchten immer mehr Fische auf, die neben einem für Luftatmung geeigneten Atmungsapparat auch Gliedmaßen hatten, mit denen sie sich an Land bewegen konnten. Diese Gliedmaßen waren, so die derzeitige Ansicht, für einen wirklichen... Mehr…

Atlantiksturm erhellt Erdmantelstruktur
Geowissenschaftler haben das große Problem, dass sie den Gegenstand ihrer Wissenschaft nur in seinen obersten Schichten erreichen können. Für Informationen über die tiefere Kruste oder gar den Erdmantel sind sie auf seismische Wellen angewiesen, die die Erde durchlaufen und dabei so etwas wie ein Tomogramm abliefern. Japanische Forscher haben jetzt in "Science" starke Stürme als... Mehr…

Lebenszeichen aus der Frühzeit der Erde
Ein neuer Fund beansprucht den Titel "Ältestes Fossil der Welt": bräunliche Linien, die kegelförmige und kuppelartige Umrisse ins eher graue Umgebungsgestein zeichnen. Die Proben, die jetzt in "Nature" vorgestellt werden, stammen aus Isua auf Grönland und sind rund 3,7 Milliarden Jahre alt. In der Fachwelt stößt die Publikation jedoch auf heftige Kritik. Mehr…

Terrestrischer Planet in der Nachbarschaft
In unmittelbarer Nähe unseres Sonnensystems haben Astronomen einen terrestrischen Planeten aufgespürt. Er umkreist in nur 4,2 Lichtjahren Entfernung Proxima Centauri, den nächstgelegenen Stern, und hat mindestens die 1,3-fache Masse der Erde. Damit ist Proxima Centauri b der nächste Planet, der jemals entdeckt wurde. In der aktuellen „Nature“ liefern Wissenschaftler der pale-red-dot-Campaign... Mehr…

Transmissionsrad der Meereszirkulation schwächelt
Forscher der Universität von Tasmanien haben mit Hilfe von Seeelefanten Daten zur Meereszirkulation aus einer der unzugänglichsten Meeresregionen der Erde gesammelt. Die Prydz-Bucht in der Ostantarktis ist im Winter von meterdickem Schelfeis bedeckt - genau dann, wenn dort die Produktion von Antarktischem Bodenwasser auf Hochtouren läuft. Die Produktion dieses sehr schweren Wassers... Mehr…

Achterbahn zwischen den Polen
Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat ein großangelegtes Atmosphärenmessprogramm gestartet. Das behördeneigene Langstreckenflugzeug vom Typ DC-8 hat in diesem August die Erde von Pol zu Pol abgeflogen und ist dabei 160 Mal zwischen der Wasseroberfläche und der Tropopause in 6000 bis 12.000 Metern Höhe gependelt. Mehr…

800 Millionen Jahre alte Atmosphärenproben
Für einen außerirdischen Beobachter gäbe es keinen Zweifel: Die Erde ist ein belebter Planet. Das untrügliche Indiz dafür ist der Sauerstoff, der in den Spektrogrammen der Atmosphäre auftauchen würde. Ihn gibt es nur, weil Bakterien und Pflanzen Photosynthese betreiben. Und sollte der ferne Beobachter die Zusammensetzung der Lufthülle näher analysieren, könnte er auf höheres... Mehr…

Indizien für mythische Flut in China gefunden
Die Anfänge der Zivilisation verlieren sich in den meisten Kulturkreisen in Mythen und Sagen. Ein wesentlicher Antrieb für Archäologie und wissenschaftliche Geschichtsschreibung war daher von Anfang an, solche Ursprungsmythen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. In China haben jetzt Geologen und Archäologen Spuren einer großen Flut am Oberlauf des Gelben Flusses Hoang-Ho... Mehr…

Ursprung einer Platte
Die Plattentektonik ist das Markenzeichen der Erde. Sie hält die Planetenoberfläche seit Hunderten von Millionen Jahren beweglich. Eines der statischsten Elemente im Reigen der Krustenplatten ist der Pazifische Ozean. Niederländische Tektoniker haben jetzt in „Science Advances“ ein Modell vorgestellt, das den Ursprung der Pazifischen Platte erklären kann, die den größten... Mehr…

Ceres: Rezept für kraterarme Oberfläche
Der Zwergplanet Ceres fliegt durch den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und sollte deshalb eigentlich übersät sein mit Kratern aller Größen, die von zahllosen Kollisionen in diesem wohl turbulentesten Bereich des Sonnensystems erzählen. Doch die Bilder, die der Dawn-Satellit der NASA seit März 2015 zur Erde funkt, überraschen die Wissenschaftler: Für einen 4,5 Milliarden... Mehr…

Gezeitenbeben an der San-Andreas-Verwerfung
Die San-Andreas-Verwerfung in Kalifornien ist eine der bekanntesten tektonischen Störungen auf der Erde. Mit großem Aufwand wird sie daher vom Geologischen Dienst der USA USGS beobachtet. In den Aufzeichnungen des Observatoriums Parkfield haben USGS-Seismologen jetzt Schwärme schwacher Beben analysiert, die durch die Anziehungskräfte von Mond und Sonne ausgelöst werden und Informationen... Mehr…

Absacker auf Island
Zwischen August 2014 und Februar 2015 lief im Gletschergebiet des Vatnajökull auf Island der größte Vulkanausbruch Europas seit über 240 Jahren ab. Die Eruption des Bárdarbunga verlief sehr ruhig und gehört zu den am besten beobachteten Vulkanausbrüchen der Welt. In der aktuellen „Science“ berichtet ein internationales Wissenschaftler-Team über den langsamen Kollaps der... Mehr…

Blick in die Zukunft des Permafrosts
Die Permafrostgebiete der Erde sind die große Unbekannte im Klimasystem. Knapp ein Viertel der Landmasse auf der Nordhalbkugel ist dauerhaft gefroren, das Eis reicht stellenweise bis in 1500 Meter Tiefe und verhindert, dass Mikroben die im Erdreich gespeicherte Biomasse zersetzen und ihren Kohlenstoffanteil als CO2 oder Methan in die Atmosphäre leiten. Die Frage ist: Was passiert,... Mehr…

Magnetfeldumschlag in einem „Augenblick“
Gewöhnlich rechnen Geowissenschaftler in gewaltigen Zeiträumen, Jahrmillionen werden da schnell zu einem Wimpernschlag. Hin und wieder aber hat es selbst die Erde eilig. Auf der Jahrestagung der Europäischen Geowissenschaftlichen Union berichtete ein italienischer Geologe von einem solchen Blitzereignis. Die jüngste Umpolung des Erdmagnetfeldes hat italienischen Seesedimenten zufolge... Mehr…

Vulkan recycelt Eruptionsgestein
Der Ballungsraum Neapel ist mit mehr als drei Millionen Einwohnern die am dichtesten besiedelte Vulkanregion der Erde. Es ist weniger der bedrohlich aufragende Vesuv, der den Experten Sorgen macht, sondern vielmehr die benachbarten Phlegräischen Felder, Europas einziger Supervulkan. Auf dem Symposium der Tiefbohrprogramme in Heidelberg und der Jahrestagung der Europäischen Geowissenschaftlichen... Mehr…

Klimafaktor Permafrost
In Potsdam kamen in dieser Woche rund 700 Permafrost-Experten zum größten Treffen der Zunft zusammen, das alle vier Jahre stattfindet. Heißeste Frage war die nach der Rolle der tauenden Kaltgebiete im Klimasystem - ein Thema, das die Experten bereits seit vielen Jahren umtreibt. Eine eindeutige Antwort lässt weiterhin auf sich warten, allerdings gewinnt das Bild an Kontur und Komplexität.... Mehr…

Basis für Rekordschmelze des Meereises ist gelegt
Am Nordpol könnte wieder ein Rekordsommer bevorstehen. Daten des ESA-Eisbeobachtungssatelliten Cryosat bis einschließlich Ende Mai zeigen, dass die Eisfläche auf dem Arktischen Ozean in diesem Jahr so klein ist wie noch bei keinem Winterende seit Beginn der Satellitenmessungen. Und da das Eis auch dünner als normal ist, kann es zum großen Tauen auf dem Nordpolarmeer kommen. Mehr…

Abgas zu Kalkstein
Bei der Verringerung der Kohlendioxidemissionen spielen Speichertechnologien eine Rolle. Solange die Menschheit nicht auf fossile Kraftwerke zur Energieerzeugung verzichten kann, würde die Speicherung des Abgases unter Tage dazu beitragen, dass sich die Atmosphäre nicht weiter aufheizt. Gegen solche CCS-Technologien regt sich allerdings Widerstand, weil bezweifelt wird, dass sich... Mehr…

Hobbits mit langem Stammbaum
2003 wurden auf der indonesischen Insel Flores menschliche Überreste gefunden. Inzwischen gehen Paläoanthropologen weitgehend übereinstimmend davon aus, dass es sich bei der Entdeckung um eine neue Menschenart handelt, die neben uns heutigen und den Neandertalern dritte, die bis ins Pleistozän überlebte. Wie dieser „Hobbit“ auf die Insel gelangte und wie er im Stammbaum des... Mehr…

Klimaarchiv mit Tücken
Die Eiskappen der Erde gelten als gute Klimaarchive, die im Norden bis über den Beginn der letzten Kaltzeit vor 115.000 Jahren zurückreichen und in der Antarktis sogar eine Million Jahre mit mehr als neun Kaltzeiten abdecken. Tiefbohrkampagnen sind allerdings teuer, insbesondere solche, die sich auf den entlegenen Eisschilden bis zu viertausend Meter tief durch die Gletscher bohren.... Mehr…

Reis und Mungobohnen im Gepäck
Ein internationales Archäologenteam hat die ersten archäologischen Beweise für die Kolonisierung Madagaskars durch Menschen aus Südostasien gefunden. Danach hat es seit dem 8. Jahrhundert nach Christus Siedlungsbewegungen über den Indischen Ozean hinweg bis vor die afrikanische Küste gegeben. Ihre Befunde veröffentlichen die Wissenschaftler in den Abhandlungen der US-Akademie... Mehr…

Aufregendes aus einer „langweiligen“ Epoche
Im paläontologischen Spiegel ziehen sich die eine Milliarde Jahre vor der kambrischen Artenexplosion wie Kaugummi. Glaubt man der Überlieferung, so hat sich in der Zeitspanne von vor 1600 bis vor 600 Millionen Jahren kaum etwas entwickelt. Die Epoche wird daher auch die „Langweilige Milliarde“ genannt. Chinesische und amerikanische Wissenschaftler stellen jetzt allerdings in... Mehr…