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Japanlog #12: Vom Erfolg beseelt

erstellt von eschick zuletzt verändert: 15.11.2016 10:10

Letzte Bohrkerne werden geborgen, dann geht es für die Sonne zurück in den Hafen von Yokohama. Die Ausfahrt SO251 vor der japanischen Küste geht zu Ende, doch mit den gewonnenen Proben vom Ozeanboden werden die Geowissenschaftler noch viele Stunden in ihren heimischen Laboren verbringen. Nicht mehr von Bord, sondern bereits aus Bremen: der letzte Bericht von Fahrtleiter Achim Kopf.


Der ROV Container auf einem Gabelstapler, wo er zum Weitertransport per Truck und Schiff vorbereitet wird. (Bild: A. Kopf/MARUM)

Der ROV-Container wird abtransportiert. (Bild: A. Kopf/MARUM)

Gestern war der letzte Tag im Kumanobecken, und wir haben nochmal tüchtig gekernt und kartiert. Nebenbei wurden bereits die ersten Ausrüstungsgegenstände in den Laboren zusammengepackt, denn bereits um 5 Uhr morgens kam heute der Lotse an Bord der Sonne, und schon vor dem Frühstück war das Schiff fest an der Pier vertaut.

Ab dann glich das Arbeitsdeck und die Labore einem Bienenstock, wo alle herumschwirrten und Dinge verstauten, während ein großer japanischer Kran das ganze Stückgut und den ROV-Container von Bord hob und umgekehrt einen Kühlcontainer für unsere Kerne bereitstellte. Unsere japanischen Kollegen sowie das Kieler ROV-Team und die Bremer Wissenschaftler packten alle Proben und anderes Equipment in die jeweiligen Container, weil am Tag darauf in Japan Feiertag ist. Am Abend waren alle erschöpft. Nach einem Monat auf See fahren alle müde, aber vom Erfolg der Reise beseelt, nach Hause.

Der Kühlcontainer wird an Deck gehoben, um dann mit Kernen und anderem Equipment bequem gestaut werden zu können. (Bild: A. Kopf/MARUM)

Der Kühlcontainer für Kerne und anderes Equipment. (Bild: A. Kopf/MARUM)

Die eigentliche Forschungsarbeit beginnt dann in etwa fünf bis sechs Wochen, wenn unsere Container in Bremen ankommen und in den Laboren der verschiedenen Institute in Bremen, Innsbruck und Japan weiter analysiert werden.

Achim Kopf, Fahrtleiter


FS Sonne neu 2014 (thumb)Im Fokus der Ausfahrt SO251 steht die Erforschung des geologischen Archivs vor der Küste Japans. Erdbeben, submarine Rutschungen und Tsunamins hinterlassen ihre Spuren in den Sedimenten des Japangrabens und Nankaitrogs. Diesen spürt das Team um die beiden Fahrtleiter Achim Kopf und Michael Strasser nach, um Entstehung und Folgen der Beben besser zu verstehen und daraus Modelle zu entwickeln. Im Logbuch berichten sie über das Leben und Arbeiten an Bord.

Eine Kooperation mit dem MARUM und der Universität Innsbruck.